Über mich
Schon als Kind wollte ich wissen, wie Dinge funktionieren. Alles, was sich zerlegen ließ, habe ich zerlegt, um es herauszufinden. Ich bin in einer Werkstatt aufgewachsen: Mein Vater hat Drevené kazety zu Beginn des Jahrtausends gegründet, und ich habe ihm schon als Schüler geholfen. Zuerst bei dem, was Kinderhände schaffen, später bei Einlagen, Auskleidungen und der Montage. Das Handwerk habe ich so gelernt, wie man es am besten lernt: bei der Arbeit, von jemandem, der es kann.
Holz und Metall liegen in meiner Familie auf beiden Seiten: Der eine Großvater ist Tischler, der andere war Schmied. Vielleicht habe ich deshalb in der neunten Klasse zum Holz das Metall hinzugenommen: das Schmieden, erste eigene Vorrichtungen und einfache Maschinen, die ich mir baute, weil ich sie brauchte. Davon ist mir eine Gewohnheit geblieben, die ich bis heute habe: Wenn es ein Werkzeug nicht gibt oder es nicht gut genug ist, baue ich es mir selbst.

2017 habe ich ein Maschinenbaustudium begonnen. Das Studium gab mir, was die Werkstatt nicht konnte: CAD, CAM, Elektrotechnik, Automatisierung. All das habe ich zurück in die Werkstatt gebracht. Ich habe aufgehört, Maschinen nach Augenmaß zusammenzuschweißen, und begonnen, sie zu konstruieren: eine Bandschleifmaschine, eine Biegemaschine, die Überholung alter Maschinen, die es wert sind, wieder zum Leben erweckt zu werden.

Bei Drevené kazety arbeite ich seit über fünfzehn Jahren. Manche Kassetten und Besteckkästen fertige ich heute vollständig selbst – Holz, Beschläge und Innenleben, vom ersten Schnitt bis zur letzten Schraube. Die mit Leder bezogenen Innenausstattungen der Besteckkästen sind meine eigene Handschrift.

2020 habe ich meine eigene Marke gegründet. Irija ist das slawische Paradies – ein Ort, an dem die Dinge nicht altern. Ich wollte unter einem Namen alles vereinen, was ich mache und was in keine Kassette passt: Messingguss, geschmiedeten Stahl, Möbel aus Massivholz, Maschinen.
Referenzen
Stücke für Kunden in Wien, in Tschechien und in der Slowakei. Namen von Kunden nenne ich nicht.